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Sex und Schwangerschaft: Das Intimleben behutsam anpassen

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Sex und Schwangerschaft: Das Intimleben behutsam anpassen

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Die Schwangerschaft verändert deinen Körper, deine Energie, deine Vorlieben und manchmal auch deine Libido. Es gibt kein „Wundermittel“: Jede Frau, jedes Paar und jede Schwangerschaft ist anders. Wichtig ist, dass ihr eure Intimität mit Respekt, Achtsamkeit und Wohlwollen erlebt – ohne Druck oder Schuldgefühle.

Dieser Ratgeber bietet dir Ideen für geeignete Stellungen, Tipps, wie du auf dich selbst hören und mit deinem Partner oder deiner Partnerin kommunizieren kannst, sowie einige Ratschläge, wie du der werdenden Mutter und/oder dem werdenden Vater bzw. dem Partner Schuldgefühle nehmen kannst.

Ist es normal, Lust darauf zu haben … oder keine Lust darauf zu haben?

Ja, und diese Schwankungen sind völlig normal: Bei manchen Frauen steigt die Libido dank der Hormone und der erhöhten Durchblutung der erogenen Zonen, andere haben überhaupt keine Lust, weil Müdigkeit, Übelkeit oder körperliche Beschwerden überwiegen.

Was wirklich zählt, ist, mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber zu sprechen: über eure Bedürfnisse, eure Grenzen und darüber, was dem einen Freude bereitet und dem anderen nicht.

Geschlechter und Stellungen: Was je nach Schwangerschaftstrimester angenehm sein kann

Je mehr sich dein Körper und dein Bauch verändern, desto angenehmer werden manche Positionen im Vergleich zu anderen. Das Ziel? Direkten Druck auf den Bauch zu vermeiden und stets auf dein Wohlbefinden zu achten.

Häufig gut verträgliche Positionen

Hier finden Sie vom Kamasutra inspirierte Ideen, die auf die Schwangerschaft zugeschnitten sind, sowie allgemeine Empfehlungen, um sich wohlzufühlen:

  • Andromache / Frau oben: Du bestimmst die Tiefe und den Winkel – ideal, solange der Bauch noch nicht zu groß ist.
  • Hündchenstellung oder „Frosch“-Variante: Ein beliebter Klassiker, da der Bauch frei bleibt.
  • Spooning (Löffelchenstellung): sehr sanft, ohne Druck auf den Bauch, ideal vor allem im dritten Trimester.
  • Seitenlagen (nebeneinander): Legen Sie ein Kissen unter den Bauch oder zwischen die Knie, um es bequemer zu machen.
  • Sitzend oder auf der Bettkante/einem Stuhl: ermöglicht guten Blickkontakt und weniger Druck auf den Rücken.

Kleiner Tipp: Nutze Kissen (zum Beispiel dein Schwangerschaftskissen), eine Decke oder Kopfkissen, um empfindliche Stellen zu entlasten und den Winkel oder die Sitzposition anzupassen – dein Körper verändert sich, und damit auch dein Komfort.

Die Penetration ist nicht das A und O – auch Zärtlichkeiten sind eine Form der Sexualität. Vielleicht ist das sogar eine Gelegenheit, gemeinsam (oder alleine ;)) neue Arten der Lust zu entdecken.

Einige Vorsichtsmaßnahmen, die Sie beachten sollten

  • Während der Schwangerschaft ist Sex in den meisten Fällen unbedenklich, sofern medizinisch alles in Ordnung ist.
  • Vermeide Stellungen, bei denen du zu lange auf dem Rücken liegst, insbesondere gegen Ende der Schwangerschaft, da dies bestimmte Blutgefäße einklemmen und zu Schwindel führen kann.
  • Wenn du Komplikationen hast (kürzlich aufgetretene Blutungen, Plazenta praevia, Blasensprung oder andere Bedenken), sprich mit deiner Hebamme oder deinem Arzt darüber, bevor du neue Stellungen ausprobierst

Und vor allem: Tu nichts, was dir unangenehm ist oder dir wehtut.

Und was ist mit den Vätern (oder Partnern)?

Eine Schwangerschaft ist nicht nur eine Veränderung für die Frau, sondern ein Abenteuer für euch beide.

  • Väter: Hört auf, euch schuldig zu fühlen! Ein nachlassendes oder verändertes Verlangen ist weder ein „Fehler“ noch ein Zeichen dafür, dass eure Liebe nachgelassen hat. Es ist einfach eine Anpassung.
  • Findet auf andere Weise zueinander: Umarmungen, Massagen, Küsse, Streicheleinheiten, Momente der Zärtlichkeit … auch das sind Formen der Intimität, die die Verbindung ohne Druck stärken.
  • Kommunikation ist der Schlüssel: Oft ist es beruhigender, darüber zu sprechen, was du magst, als darüber, was du fürchtest.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Bei Intimität geht es vor allem um Vertrauen und Austausch

Es gibt keine „beste“ Art, während der Schwangerschaft Sex zu haben. Was für ein Paar funktioniert, muss für ein anderes nicht unbedingt auch funktionieren. Wichtig ist, dass ihr euch gehört und respektiert fühlt und die Freiheit habt, ohne Scham und ohne Druck herauszufinden, was euch gut tut.

Und wenn eine Stellung heute nicht funktioniert, ist es vielleicht morgen besser – oder auch nicht, und das ist in Ordnung.

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