Sollte man während der Schwangerschaft den Damm massieren, um Risse und Episiotomien zu vermeiden?
Die Damm-Massage wird während der Schwangerschaft häufig empfohlen, um Risse und Episiotomien (Dammschnitte) zu verhindern.
Nach Angaben des Französischen Nationalen Kollegiums der Gynäkologen und Geburtshelfer kann diese Massage die Episiotomierate senken sowie Dammschmerzen und Inkontinenz nach der Geburt verringern.
Es ist jedoch wichtig zu erwähnen, dass dies keine vollständige Garantie gegen Risse oder Verletzungen darstellt.
Die Damm-Massage wird mit Dehnbewegungen kombiniert, die dem Damm helfen, sich zu entspannen und zu lockern. Es wird empfohlen, ab der 34. oder 35. Schwangerschaftswoche mit der Massage zu beginnen.
Wie führt man die Damm-Massage durch?
Die Damm-Massage kann allein oder zu zweit durchgeführt werden, je nach persönlichen Vorlieben. Zu Beginn wird empfohlen, Blase und Darm zu entleeren und sich gründlich die Hände zu waschen.
Verwenden Sie ein geeignetes Öl und massieren Sie den Bereich 5 bis 10 Minuten lang, drei- bis viermal pro Woche. Finden Sie eine bequeme Position, zum Beispiel auf dem Rücken liegend mit angewinkelten Beinen oder im Stehen mit einem Fuß auf einem Stuhl. Mit wachsendem Bauch kann der Partner die Massage übernehmen und dabei die gleichen Vorsichtsmaßnahmen beachten.
Die Massage kann äußerlich und innerlich erfolgen, durch sanfte Streichbewegungen, druckvolle Bewegungen in Sonnenstrahlform oder durch Druck-Dehn-Techniken. Lassen Sie sich von Ihrer Hebamme beraten, die Ihnen die genauen Bewegungen zeigt.
Vorteile und Vorsichtsmaßnahmen
Die Damm-Massage verbessert die Elastizität des Gewebes, macht vaginale Untersuchungen weniger unangenehm und hilft, die Atmung zu steuern und sich zu entspannen, was die Wiederaufnahme der Sexualität nach der Geburt erleichtert. Zudem verbessert sie das Körperbewusstsein und hilft, den Schutzreflex zu hemmen, der den Fortschritt des Babys während der Geburt behindern kann.
Es sind keine Risiken bekannt, wenn die Massage unter guten Bedingungen durchgeführt wird (mit sauberen Händen und kurzen Fingernägeln). Bei akuten Hämorrhoiden sollte die Massage jedoch vermieden und stattdessen die von einer Hebamme oder einem Physiotherapeuten empfohlenen Übungen bevorzugt werden.
Nach der Geburt
Nach der Entbindung kann die Damm-Massage in Form sanfter äußerer Streichbewegungen fortgesetzt werden, um Schmerzen nach einer Naht zu lindern und die Wundheilung zu fördern. Die Einhaltung geeigneter Massagebedingungen ist entscheidend, um Beschwerden oder Komplikationen zu vermeiden.

