Verschiedene Stillpositionen
Es gibt natürlich verschiedene Stillpositionen. Einige sind sehr verbreitet: Die meisten kennen den Wiegegriff, das zurückgelehnte Stillen, die Reiterposition oder das Stillen im Liegen… In Wirklichkeit gibt es jedoch viele weitere Möglichkeiten, Ihr Baby zu stillen.
Grundprinzipien aller Positionen
Unabhängig von der Position gilt immer dasselbe: Das Baby sollte nah genug an der Brust sein und einen großen Teil davon in den Mund nehmen, damit es gut positioniert ist, um die Milchproduktion richtig zu stimulieren.
Ein gutes Anlegen hilft außerdem, das Risiko von Schmerzen oder Rissen an der Brustwarze zu reduzieren, die oft durch ein zu flaches Anlegen entstehen.
Der Kreuzwiegegriff
Die Position, die ich am meisten empfehle, ist der Kreuzwiegegriff. Dabei werden im Vergleich zum klassischen Wiegegriff die Hände gewechselt, sodass der Kopf des Babys optimal an der Brust unterstützt wird. Diese Position bietet bessere Kontrolle und hilft, das Baby zu einem effektiveren Anlegen zu führen.
Der Rückengriff (Football Hold)
Auch der Rückengriff ist sehr hilfreich. Dabei liegt das Baby seitlich unter dem Arm, etwa auf Höhe der Achsel, während der Kopf gestützt und zur Brust geführt wird. Diese Position wird geschätzt, da die Mutter gut sehen kann, wie das Baby anlegt.
Tipps für ein gutes Anlegen
Sobald das Baby an der Brust ist, gibt es ein paar wichtige Hinweise: Ermutigen Sie es, den Mund weit zu öffnen, den Kopf leicht nach hinten zu neigen und eine sanfte Streckung des Halses beizubehalten.
Ein einfaches optisches Zeichen ist die Nasenspitze: Sie sollte die Brust der Mutter berühren. Oft, wenn die Mutter Schmerzen verspürt, befindet sich die Nase des Babys ein bis zwei Millimeter von der Brust entfernt. Das bedeutet, dass das Baby zu weit weg ist und die Brust nicht tief genug erfasst – was zu Beschwerden oder Verletzungen führen kann.
Jede Mutter hat ihre bevorzugte Position
Es ist außerdem wichtig zu wissen, dass manche Positionen für einige Mütter sehr gut funktionieren und für andere weniger. Es gibt keine einzig perfekte Stillposition. Entscheidend ist, verschiedene Möglichkeiten auszuprobieren – am besten mit Unterstützung einer Hebamme oder Stillberaterin –, um herauszufinden, was für Sie am besten funktioniert.
Die Vorteile des Positionswechsels
Es ist immer hilfreich, mehrere Positionen „in petto“ zu haben, um zwischen ihnen wechseln zu können. Das hilft nicht nur, sich den Alltagssituationen anzupassen, sondern reduziert auch das Risiko von Brustverhärtungen und Mastitis.

