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Stillhütchen und Stillmuscheln: Wozu dienen sie?

Anwendungsbereiche, Vorteile und Einschränkungen, die man kennen sollte.
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Stillhütchen und Stillmuscheln: Wozu dienen sie?

Anwendungsbereiche, Vorteile und Einschränkungen, die man kennen sollte.

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Beim Stillen gibt es verschiedene kleine Hilfsmittel, die in bestimmten Situationen nützlich sein können. Dazu gehören insbesondere die Stillhütchen und die Stillmuschel.

Diese Hilfsmittel können manchmal vorübergehend Abhilfe schaffen, sollten jedoch nicht wahllos verwendet werden. Die Hebamme Marie-Hélène Geerts gibt Ihnen einen Überblick über alles, was Sie wissen müssen.

Was ist eine Stillhütchen und wann wird es verwendet?

Das Stillhütchen ist eine kleine Kunststoffkappe, die während des Stillens auf die Brustwarze aufgesetzt wird.

Sie kann in bestimmten Situationen hilfreich sein:

  • Wenn die Mutter Wundstellen an den Brustwarzen hat

Das Stillhütchen wird oft verwendet, wenn die Mutter unter Wundstellen leidet.

In diesem Fall kann das Anlegen sehr schmerzhaft werden, sodass manche Mütter das Saugen des Babys an der Brustwarze nicht mehr ertragen können.

Die Brustspitze kann dann helfen, die Schmerzen zu lindern, sodass das Stillen fortgesetzt werden kann, während die Risse Zeit zum Heilen haben.

Es ist jedoch unerlässlich, die Position des Babys an der Brust zu überprüfen. Wenn das Baby den Mund falsch ansetzt, bleibt das Problem mit oder ohne Stillhütchen bestehen. In diesem Fall behebt das Hilfsmittel nicht die Ursache des Problems. Wie Marie-Hélène Geerts erklärt, käme die Verwendung eines Stillhütchens ohne Korrektur der Position des Babys dem Anbringen „eines Pflasters auf einem Holzbein“ gleich.

  • Eine Hilfe für Frühchen

Das Stillhütchen kann auch für Frühchen sehr nützlich sein.

Diese Babys haben manchmal Schwierigkeiten, die Brust zu erfassen, die Brustwarze zu finden oder den Saugreflex aufrechtzuerhalten. Die Brustschale hebt die Brustwarze künstlich hervor, was einem noch unreifen Baby das Anlegen erleichtert. In manchen Fällen kann sie das Stillen tatsächlich retten.

Es ist jedoch ratsam, die Brust regelmäßig ohne Stillhütchen anzubieten, damit das Baby ihren Geruch kennenlernt und nach und nach lernt, direkt zu saugen. Mit der Zeit schaffen es viele Frühgeborene, nach einigen Tagen oder Wochen auf das Stillhütchen zu verzichten.

  • Bei Milchstau

Das Stillhütchen kann auch helfen, wenn die Brust stark verstopft ist. Ist sie stark geschwollen, kann es für das Baby schwierig werden, die Brustwarze zu erfassen, selbst wenn es normalerweise sehr gut trinkt. Das Stillhütchen kann dann das Anlegen erleichtern, eine korrekte Entleerung der Brust ermöglichen oder dabei helfen, eine Phase der Brustdrüsenschwellung oder Mastitis zu überwinden. Auch hier handelt es sich um eine vorübergehende Lösung, die in der Regel nur einige Tage lang angewendet wird.

Ein Ziel: den Sauger abgewöhnen

In den meisten Fällen wird die Stillhilfe nur für kurze Zeit verwendet. Das Ziel ist immer, sie wieder abzulegen, sobald das Problem behoben ist. Sie dient lediglich dazu, eine schwierige Phase zu überbrücken: bis die Schmerzen nachlassen, die Position des Babys korrigiert ist oder der Milchstau abgeklungen ist.

Eine Ausnahme: wenn sich die Mutter mit dem Gefühl nicht wohlfühlt

In selteneren Fällen kann es vorkommen, dass manche Mütter beim direkten Saugen des Babys an der Brust echte Beschwerden verspüren. In solchen Situationen entscheiden sich manche Mütter dafür, ausschließlich mit einem Stillhütchen zu stillen. Sofern die Stilltechnik korrekt ist und alles gut verläuft, kann dies durchaus funktionieren.

Und was sind eigentlich Stillmuscheln?

Stillmuscheln sind kleine Behälter, die auf die Brust gesetzt werden, um die auslaufende Milch aufzufangen. Sie können in ganz bestimmten Situationen nützlich sein.

Die Stillmuschel kann praktisch sein, wenn man vermeiden möchte, dass die Kleidung mit Milch befleckt wird.

Es handelt sich also um eine Notlösung, die nur für einige Stunden verwendet wird.

Das Problem mit Muscheln während der Stillzeit

Das Hauptproblem bei Stillmuscheln besteht darin, dass sie die Brust ständig stimulieren.

Diese Stimulation kann verschiedene Folgen haben:

  • die Milchproduktion steigern
  • eine Überproduktion auslösen
  • das Auftreten von Mastitis begünstigen
  • Eine zu hohe Milchproduktion kann das Stillen erschweren und das Wohlbefinden des Babys beeinträchtigen.

Deshalb wird von einer regelmäßigen Verwendung abgeraten. Muscheln können gelegentlich verwendet werden, wenn es die Situation erfordert. Im Alltag sind sie jedoch in der Regel keine gute Lösung.

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