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Artikel Babyweinen, Blog nobodytoldme
Wochenbett

Wochenbett- depression

Wenn die erste Zeit anders ist als erwartet
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Wochenbett- depression

Wenn die erste Zeit anders ist als erwartet
Artikel Babyweinen, Blog nobodytoldme

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Schwangerschaft und Geburt sind lebensverändernde Ereignisse, die für viele Eltern mit Freude und Glück verbunden sind. Für manche kann diese Zeit jedoch von Überforderung, Erschöpfung, Traurigkeit oder Ängsten überschattet werden. Manchmal entwickelt sich daraus eine Wochenbettdepression.

Das Thema ist leider nach wie vor ein großes Tabu, über das nur selten offen gesprochen wird.

Was ist eine Wochenbettdepression?

Eine Wochenbettdepression, auch postpartale Depression genannt, ist eine depressive Erkrankung, die nach der Geburt auftreten kann.

Sie kann sich bereits kurz nach der Geburt, aber auch erst später im Laufe des ersten Lebensjahres entwickeln.

Babyblues oder Wochenbettdepression?

Viele Frauen erleben in den ersten Tagen nach der Geburt den sogenannten Babyblues.

Typisch sind:

  • häufiges Weinen
  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfung
  • Reizbarkeit

Der Babyblues klingt meist nach einigen Tagen wieder ab.

Halten depressive Gefühle länger an, werden sie stärker oder beeinträchtigen sie den Alltag deutlich, kann eine Wochenbettdepression dahinterstecken.

Was sind Anzeichen einer möglichen Wochenbettdepression?

  • anhaltende Traurigkeit oder innere Leere
  • Ängste und starke Sorgen
  • fehlende Freude oder Interesse
  • Schlaf- und Konzentrationsprobleme
  • Grübeln und starke Selbstzweifel
  • Schuldgefühle
  • das Gefühl, keine „gute Mutter“ zu sein
  • Schwierigkeiten, Nähe zum Baby zu empfinden
  • Zunehmender Rückzug

Auch Gedanken daran, sich selbst oder dem Baby etwas anzutun, können auftreten und müssen ernst genommen werden.

Warum entsteht sie?

Meist gibt es nicht die eine eindeutige Ursache. Verschiedene Faktoren können zusammenspielen, zum Beispiel:

  • frühere Depressionen oder Angststörungen
  • starke Belastungen und Stress
  • wenig Unterstützung im Alltag
  • belastende Lebens- oder Beziehungssituationen
  • eine traumatisch erlebte Geburt

Dennoch gilt: Eine Wochenbettdepression kann jede Frau treffen.

Wann sollte man sich professionelle Hilfe holen?

Wenn Traurigkeit, Ängste, oder Überforderung anhalten oder stärker werden, sollten Sie sich Unterstützung holen.

Sofortige Hilfe ist notwendig, wenn Gedanken auftreten, sich selbst oder dem Baby etwas anzutun. Auch starke Verwirrtheit, Wahnvorstellungen oder Halluzinationen nach einer Geburt sind Warnzeichen einer seltenen Wochenbettpsychose und ein medizinischer Notfall.

Wenden Sie sich in einer akuten Krise an den Rettungsdienst oder Notruf.

Wochenbettdepression, was nun?

Der wichtigste Schritt ist oft, darüber zu sprechen.

  • Ärztliche oder psychologische Abklärung
  • Psychotherapie
  • gegebenenfalls Medikamente (mit denen auch meist weitergestillt werden kann)
  • Begleitung und Vernetzung durch Ihre Hebamme
  • Entlastung und Unterstützung durch Familie & Freunde
  • Selbsthilfegruppen

Was können Partner*innen und Angehörige tun?

Betroffene brauchen meist keine gut gemeinte Ratschläge, sondern vor allem Verständnis und konkrete Unterstützung.

Hilfreich kann sein:

  • zuhören, ohne zu bewerten
  • im Alltag entlasten: kochen, einkaufen, etc.
  • Zeit für Schlaf und Erholung ermöglichen
  • bei der Betreuung des Babys unterstützen
  • zu professioneller Unterstützung ermutigen
  • bei Bedarf zu Terminen begleiten

Sie müssen da nicht alleine durch

Eine Wochenbettdepression sagt nichts darüber aus, wie sehr Sie Ihr Kind lieben oder was für eine Mutter Sie sind.

Viele Betroffene schämen sich für ihre Gefühle und sprechen lange nicht darüber. Doch eine Wochenbettdepression ist behandelbar-  und Unterstützung kann helfen, Schritt für Schritt wieder aus der Krise zu finden.

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